Archiv 2022 - Rittergutsschloss Taucha • Rittergutsmuseum

Förderverein Schloss Taucha e. V.
Unsere Veranstaltungen beginnen wieder im Mai. Aktuelle Infos finden sich auf den Terminseiten. Das 1. Deutsche Rittergutsmuseum ist zzt. geschlossen, da wir im Umzug in die neuen Räume begriffen sind. Die Wiedereröffnung ist für Ende 2022 geplant.
Unsere Veranstaltungen beginnen wieder im Mai. Aktuelle Infos finden sich auf den Terminseiten. Das 1. Deutsche Rittergutsmuseum ist zzt. geschlossen, da wir im Umzug in die neuen Räume begriffen sind. Die Wiedereröffnung ist für Ende 2022 geplant.
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Mittelalter Spectaculum | 27.-29.05.2022
Drei Tage Mittelalterspek­takel auf dem Rittergutsschloss
Zwei Jahre mussten die Stadt, der Schloss-Förderverein und auch die Tauchaerinnen und Tauchaer auf ihre Jubiläumsfeier „800 Jahre Rittergutsschloss“ coronabedingt warten. Aber dafür ließen sie es nun richtig krachen. Das Areal rund um den Schlossberg am Haugwitzwinkel platzte am Wochenende aus allen Nähten, um all die mittelalterlich gestalteten Markt- und Handwerksstände und das Ritterlager für das „Mittelalter Spectaculum“ aufzunehmen.

Auf dem Schloss gab es „allerley Speis und Trank“ sowie Erzeugnisse mittelalterlichem Kunsthandwerks. Auch auf dem Parkplatz am Rathaus konnte historische Handwerkskunst bestaunt, aber auch erworben werden. Zudem wurde das Lesen und Schreiben altdeutscher Schriften erklärt.

Seit Freitagnachmittag strömten die Besucher auf das Schloss, wo sie von „Cradem Aventure“ mit Klängen historischer Mittelalter- und Marktmusik empfangen wurden. Die Rostocker Musiker touren seit 25 Jahren mit Dudelsack, Schalmeien und Schamanentrommeln durch ganz Europa. „Theo, der Reimesprecher“ stimmte die zahlreichen Besucher auf die Kämpfe um Ruhm und Ehre der „Ritter vom Bullengraben“ ein. Die Burschenschaft hieb dann kräftig aufeinander ein, so dass Fetzen, Schilder und Schwerter flogen, bis es Marktfrau Katharina zu bunt wurde und sie ihrem Gemahl eine Bratpfanne über den Helm zog, dass es nur so schepperte. Am Ende hatten sich aber alle wieder lieb. Kinder durften dann die „völlig geschwächten“ Kämpfer vertreiben.

Die Haudegen hatten ihr Lager auf der Wiese hinter dem Schloß aufgeschlagen, wo sich auch andere mittelalterliche Gruppen, wie die Zeltgemeinschaft „Contubernium“ aus Berlin, niedergelassen hatten. Die Truppe widmet sich der Kultur und Lebensweise aus dem 13./14. Jahrhundert. Jacob Urmischbach und Gabriele zu Lichtenrode kochten sich gerade eine Suppe nach mittelalterlichen Rezepturen.

Am Sonntag nahm die Hochseiltruppe Geschwister Weisheit in ihrer historischen Hochseilschau „Anno Dazumal“ das Publikum mit auf eine Zeitreise ins Jahr 1900. Die Artisten des Familienunternehmens im Alter zwischen 4 und 61 Jahren zeigen ihre Kunststücke auf dem Seil in vier Meter Höhe nunmehr bereits in 6. Generation.

Auf dem Markt hieß es an allen drei Tagen – quasi als Alternativprogramm – „Taucha trifft sich“. Das Unterhaltungsangebot entsprach hier mit Diskomusik, Evergreens und Spielmanszug sowie Linedance und Kindertanz eher modernerem Geschmack. Die Besucher nahmen das Angebot gerne an und pendelten zwischen Schloss und Stadtzentrum.

Der eigentliche Anlass der Feierlichkeiten, das mittlerweile 802 Jahre alte Rittergutsschloss, bot über verschiedenste Epochen hinweg sowohl Schutz vor Kriegen, war aber zugleich kultureller Dreh- und Angelpunkt für die Stadt und ihre Umgebung. Nachdem es fast ein Opfer des Verfalls geworden wäre, wurde das in den 90er Jahren durch Initiativen des Fördervereins, der Stadt und der Bürger Tauchas verhindert. Mit rund 881 000 Euro Fördergelder vom Freistaat und 368.000 Euro Eigenmittel konnte die „Wiege der Stadt“ in den letzten Jahrzehnten fast vollständig saniert werden. Am 11. September können zu einem Tag der offenen Tür alle sanierten Häuser und Räume im Rittergutsschloss besichtigt werden.
Text: Reinhard Rädler
german hornsound (open air)
„Primetime in der Wolfsschlucht“ zum 200. Jubiläum von Carl Maria von Webers romantischer Oper „Der Freischütz“

Die Uraufführung von Carl Maria von Webers romantischer Oper „Der Freischütz“ jährte sich 2021 zum 200. Mal! Dieses Jubiläum nahm das Hornquartett german hornsound zum Anlass für sein Programm „Primetime in der Wolfsschlucht“, mit dem sie den „Freischütz“ auf die Kammermusikbühnen holten.
24.06.2022 - 20 Uhr
Die Musiker beleuchteten die Vorgeschichte der Oper wie auch ihre Nachwirkung auf spätere Komponisten. Das Publikum erwartete ein bunter musikalischer Blumenstrauß mit Werken von Mozart und Beethoven aus dem Geburtsjahr von Weber, Liedern und Werken seiner Zeitgenossen Schubert, Schumann und Mendelssohn sowie auch von Brahms und Wagner – alles in Arrangements, die die Mitglieder des Quartettes selbst erarbeitet haben.

GERMAN HORNSOUND
  • Christoph Eß - Horn
  • Stefan Schottstädt - Horn
  • Ivo Dudler - Horn
  • Timo Steininger - Horn
     


Dem Hornquartett GERMAN HORNSOUND, welches sich 2010 aus vier ehemaligen Studenten der Hornklasse von Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart gründete, ist es gelungen, sich durch sein außergewöhnliches Profil einen internationalen Namen zu machen. Mit neuen Konzertformaten und kreativen Programmen debütierte das Ensemble in den vergangenen Jahren bei nahezu allen deutschsprachigen Musikfestivals.

Das Repertoire des Ensembles beinhaltet sämtliche Epochen der Musikgeschichte, Originalwerke sowie Arrangements. Besonders jedoch zeichnet sich das Ensemble „german hornsound“ durch die Entwicklung eigener Projekte aus.

Ihre erste CD-Produktion „Siegfried und Violetta“ (2013), ein dreiaktiges Opernfragment mit Musik von Giuseppe Verdi und Richard Wagner, das in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Schriftsteller Herbert Rosendorfer (†2012) und dem Berliner Dramaturgen Karl Dietrich Gräwe (†2019) für vier Hörner und Sprecher entstand, ebnete ihnen dabei den Weg auf die Konzertpodien. Mit ihrem Projekt „Pictures“ (2015) rund um Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ gaben sie im vergangenen Jahr ihr Debüt in der Elbphilharmonie.

Darüber hinaus verbindet „german hornsound“ mit dem Vokalensemble „amarcord“ eine langjährige Zusammenarbeit. Nach der ersten gemeinsamen Produktion „Wald.Horn.Lied“ (2016) gingen sie mit einem Weihnachtsprogramm auf Tournee. Ihr erstes reines Quartett-Programm „#hornlikes“ (2018), bei welchem auch das Publikum aktiv mit einbezogen wurde, rundet das vielseitige kammermusikalische Schaffen ab.

Solistisch steht das Quartett regelmäßig mit renommierten Orchestern auf den großen internationalen Bühnen. So führten sie u. a. mit den Bamberger Symphonikern, dem Tokyo Symphony Orchestra und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Michael Sanderling, Jonathan Nott und Paavo Järvi Schumanns berühmtes Konzertstück auf. Auch die zeitgenössische Musik liegt dem Ensemble sehr am Herzen. Nach einem Kompositionsauftrag an Trygve Madsen (2013) konnten sie für ihr zehnjähriges Jubiläum den estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür gewinnen, ein neues Stück für vier Hörner und Orchester zu schreiben.

Alle vier Hornisten haben Anstellungen in professionellen Orchestern; bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Konzerthausorchester Berlin sowie den Bamberger Symphonikern.  

Neben der gemeinsamen Konzerttätigkeit legen die vier jungen Künstler einen besonderen Fokus auf die Nachwuchsförderung. Mit ihrer neu gegründeten GHS Academy bieten sie Kurse und Workshops an, welche sich an Schülerinnen und Schüler, Jugend musiziert-Ensembles, Studierende, Profis oder ambitionierte Hobbyhornisten richten.

Die besondere Individualität des Ensembles zeigt sich auch darin, dass nahezu alle Arrangements aus den Federn der Mitglieder stammen und somit perfekt auf das Ensemble zugeschnitten sind.

Außerdem verleihen Sebastian Schorrs Illustrationen, die gerade bei „Pictures“ eine ganz besondere Rolle spielen, den Booklets der CD-Produktionen eine ganz persönliche Note.
Entnommen aus dem Programmbooklet und leicht bearbeitet
Carl Maria von Weber (1786 - 1826)
DER FREISCHÜTZ „OUVERTÜRE“ (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
LE NOZZE DI FIGARO „NON PIU ANDRAI“ (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Joseph Haydn (1732 - 1809)
1. SATZ: Vivace Assai AUS DER SYMPHONIE NR. 82 (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Wolfgang Amadeus Mozart
2. SATZ: Andante cantabile AUS DEM HORNKONZERT NR. 4 (Arr. Christoph Eß)
 
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
3. SATZ: Scherzo AUS DER SYMPHONIE NR. 3 „EROICA“ (Arr. Christoph Eß)
 
Carl Maria von Weber
DER FREISCHÜTZ „KUGELSEGEN“ (Arr. Stephan Schottstädt)
 
***
 
Robert Schumann (1824 - 1856)
1. SATZ: Lebhaft AUS DER SYMPHONIE NR. 3 (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Carl Maria von Weber
DER FREISCHÜTZ ,,JÄGERCHOR“ (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Robert Schumann / Franz Schubert (1797 - 1827) / F. Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847) / F. Hummel (1855 - 1928)
DIVERSE JAGDLIEDER
 
Carl Maria von Weber
DER FREISCHÜTZ „CHOR DER LANDSLEUTE“ (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Richard Wagner (1813 - 1883)
LOHENGRIN „LIEBESSZENE“ (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Johannes Brahms (1833 - 1897)
UNGARISCHER TANZ NR. 6 (Arr. Stephan Schottstädt)
 
Richard Wagner
ALBUMBLATT FÜR BETTY SCHOTT (Arr. Christoph Eß)
 
Carl Maria von Weber / Johannes Brahms / Ludwig van Beethoven / Richard Wagner
SUPERMIX (Arr. Stephan Schottstädt)
Haugis Freunde
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