Unsere Heimat
Taucha an der Parthe – eine Stadt mit mehr als tausend Jahren Geschichte, eingebettet in die Landschaft der Leipziger Tieflandsbucht.
Landschaft und Lage
Taucha liegt in der Leipziger Tieflandsbucht. Mitten durch die Stadt fließt die Parthe, deren Aue ein weitläufiges Landschaftsschutzgebiet rund um Taucha bildet.
Jenseits der Flussaue prägen Endmoränen aus der Saaleeiszeit das Bild. In der Umgebung finden sich sogar Reste ehemaliger Vulkane, deren Gestein in Steinbrüchen abgebaut wird.
Die Ortsteile
- Cradefeld
- Dewitz mit Döbitz
- Graßdorf
- Merkwitz
- Plösitz
- Pönitz
- Seegeritz
- Sehlis
Stationen der Stadtgeschichte
Ein dunkles Kapitel: Taucha im Nationalsozialismus
1935 begannen die Mitteldeutschen Motorenwerke („Mimo“), eine Tochter der Auto Union, mit dem Bau eines Flugzeugmotorenwerks an der Graßdorfer Straße. Zur Tarnung lag das Werk in einem Waldstück, teils auf Leipziger Flur – 1939 wurde das Gelände deshalb zwangsweise nach Taucha umgeflurt. Bombenangriffe beschädigten das Werk 1944 schwer; 1946 und 1947 wurden die Anlagen demontiert und die Gebäude gesprengt.
In den Jahren 1944 und 1945 bestand in der heutigen Mathias-Erzberger-Straße ein Außenlager des KZ Buchenwald. 440 männliche Häftlinge mussten dort Zwangsarbeit für die Hugo Schneider AG (HASAG) leisten. In einem weiteren Außenlager mussten 1.200 Frauen, überwiegend Jüdinnen, ebenfalls für die Rüstungsproduktion arbeiten. Den Todesmarsch bei der Auflösung der Lager im Frühjahr 1945 überlebten nur wenige.
Darüber hinaus gab es bei Pönitz zwölf weitere Zwangsarbeits- und Kriegsgefangenenlager, deren Insassen für die Mitteldeutschen Motorenwerke arbeiten mussten.










